Damen 1 – 1. Bundesliga – Mühsam ein wichtiger Sieg gegen den Abstieg

Die Bundesligadamen begannen das Spieljahr 2019 mit einem Heimspieltag, zu welchem sie die Gäste aus Schwieberdingen und Tannheim empfingen.

 

Das Kaderproblem hat sich im Vorfeld weiter zugespitzt.

Die Angreiferinnen Kerstin Weller und Sophie Cyba fallen verletzungsbedingt für den Rest der Saison aus. Karolin Bernshausen war heute verhindert.

 

Das erste Spiel war das Kellerduell gegen den TSV Schwieberdingen.

Man begann mit Gillmann im Hauptangriff, Knott defensiv rechts vorn, Lochmahr im Zuspiel sowie Brachard und Schmidt in der Abwehr.

 

Man begann verhalten, bis zur Satzmitte war die Partie ausgeglichen, dann erzielte Landshut vier Punkte in Folge zum 8:6, konnte den Lauf aber nicht weiter führen. Dennoch reichte es am Ende zum 11:8.

Im zweiten Satz verschlief man den Start und lag 1:4 im Rückstand. Vor allem hatte man Probleme mit den kurz gespielten Bällen der jungen Angreiferin gegenüber. Erst beim 7:9 fand man den Anschluss wieder, doch man unterlag 9:11.

Im dritten Satz drehte man den Spieß um und ging 4:1 voran. Eigentlich war man beim 10:6 schon durch, man machte es aber nochmal spannend und ließ den Gegner auf 10:9 heran kommen. Landshut agierte oft schlampig und unaufmerksam. Doch den letzten Punkt zum 11:9 konnte man zum Glück verbuchen.

Der vierte Satz war erneut geprägt von Inkonsequenz: erst weit voraus, dann schrumpfte der Vorsprung wieder auf ein Pünktchen. Aber dann der vier-Punkte-Endspurt zum 11:6.

Unterm Strich gab es wohl zahlreiche gute Einzelaktionen, aber viel zu viele Eigenfehler in Summe. Man war sich seiner Sache zu sicher, aber das war wirklich kein Selbstläufer. Knott machte vorne einen guten Job und konnte sogar mehrere Punkte aus dem Spiel erzielen.

Zwei Zähler gegen den Abstieg waren nun erstmal unter Dach und Fach!

 

Im Zwischenspiel setzte sich Tannheim mit 3:2 gegen Schwieberdingen durch.

 

Im letzten Spiel traf man auf den SV Tannheim.

In der Abwehr kam Prill für Schmidt.

Das Spiel plätscherte vor sich hin, bis zum 9:9 war es permanent ausgeglichen. Die letzten beiden Punkte konnte Landshut verbuchen.

Im zweiten Satz zeigte sich dasselbe Bild, diesmal konnte sich aber Tannheim beim 10:8 zwei Punkte absetzen und diese bis zum Schluss halten (11:9). Bei Prill brach leider im zweiten Satz die alte Knieverletzung wieder auf; Schmidt kam in der Folge ins Spiel.

Im dritten Satz war Landshut schon 4:1 in Führung, ließ sich dann aber überholen (4:5) und sogar abhängen (6:9). Gillmann, auf deren Schultern nun alleinig der Angriff und Angabe lastet, agierte mit viel Licht und viel Schatten.

Schreckmoment des Spiels war dann die schwere Verletzung, die sich Angreiferin Kathi Hammer vom SV Tannheim bei der Abwehr eines halblangen Balles zuzog.

Das Spiel musste sofort unterbrochen und der Notarzt gerufen werden.

Beide Mannschaften waren zutiefst bestürzt; man hatte den Eindruck, dass beide den Satz nur noch irgendwie beenden wollten. Das gelang Tannheim mit 11:8.

Im vierten Satz war Landshut immer noch nicht auf der Höhe und ließ sich 1:5 abhängen.

Brachard wechselte auf rechts vorn, Knott rückte in die Abwehr.

Brachard konnte zahlreiche kurze Bälle entschärfen, konnte aber aus dieser Position weniger

punkten als üblich aus der Mitte.

Erst durch eine 4-Punkte-Serie schaffte man den Anschluss zum 7:9, aber man hatte zu lange geschlafen und konnte nicht mehr aufholen (9:11).

Beide Mannschaften blieben in dieser Begegnung weit hinter ihren individuellen Möglichkeiten zurück. Zahlreiche ungewohnte Fehler auf beiden Seiten prägten das Spiel. Die Zuschauer hätten Besseres verdient gehabt.

 

Nach dem heutigen Spieltag kann Landshut in der Tabelle aber wenigstens auf Rang 6 vorarbeiten.

Alle Teams haben nun 12 Spiele absolviert.

Landshut ist aber noch nicht raus aus der Abstiegsgefahr.

 

Am 03.02.2019 geht es auswärts beim TV Obernhausen weiter. Der Ausrichter ist punktgleich mit Landshut, hat aber das schlechtere Satzverhältnis.

Ein wichtiges – wenn nicht gar das entscheidende Spiel – in der Endabrechnung.

Zweites Match ist gegen den aktuellen Tabellenzweiten aus Calw.

 

Auf diesem Weg wünscht die TG Landshut Kathi Hammer vom SV Tannheim nochmal gute Besserung! Nach der Erstversorgung im Klinikum Landshut konnte sie zumindest am Sonntag noch nach Hause  gebracht werden.

 

Es spielten: Bettina Brachard, Olga Gillmann, Sophie Knott, Natalie Lochmahr, Christine Prill und Bettina Schmidt.

 

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