Handball Herren1: TG Mipa will raus aus der „Ergebniskrise“ Beim Tabellenzwölften in Ottobeuren steigt für die Landshuter Bayernliga-Handballer das nächste „Vier-Punkte-Spiel“

 

Für die Bayernliga-Handballer der TG Mipa Landshut steht sieben Tage nach der blamablen 19:31-Heimklatsche gegen Rimpar II am Samstag um 20 Uhr beim TSV Ottobeuren bereits das nächste Spiel um gefühlte vier Punkte gegen den Abstieg im Terminkalender. Auch die Gastgeber, als Rangzwölfter mit 4:12 Punkten nur einen Platz und zwei Zähler vor den Niederbayern zu finden, stehen nach ihrer jüngsten 25:38-Schlappe in Haching mächtig unter Zugzwang. Die Allgäuer kehrten als Landesliga Süd-Vizemeister via Relegation gegen Nord-Vertreter Heidingsfeld erst im Frühjahr nach dreijähriger Abwesenheit wieder ins bayerische Oberhaus zurück. Dort konnten sie bislang nur in Rimpar (37:27) und reichlich überraschend gegen HaSpo Bayreuth (35:33-Heimsieg) punkten. Erfolgreichste Torschützen des Teams um Trainer Daniel Berkessel und Sportleiter Thomas Lang waren bis dato Patrick Kofler (50) und Karlo Tomic (47).
„Ottobeuren ist mit seinem tollen Heimpublikum ein heißes Pflaster“, warnt TG-Abteilungsleiter Jürgen Frank nicht nur mit Blick auf den TSV-Coup gegen Bayreuth vor dem Aufsteiger.

 

Trotzdem fordert Trainer Milan Sedivec zwei Punkte: „Wir sind in der Ergebniskrise und können da nur allein rausspringen.“ Deshalb wurde am vergangenen Dienstag an der Sandnerstraße auch der „Krisengipfel“ mit Abteilungsvorstand, Trainer, Spielern und Betreuern einberufen. „Eine sehr positive Aussprache, bei der von allen Beteiligten die Defizite offen angesprochen wurden“, fand Spartenchef Frank, der das Heimdebakel vorigen Samstag als „Ausreißer“ einstuft: „In den Spielen zuvor war die Leistung größtenteils okay und zum Erfolg fehlte manchmal einfach nur das nötige Quäntchen Glück, das wir in der vergangenen Saison hatten.“ Der Vizemeistertitel sei für ihn nun „endgültig abgehakt und vielleicht vor allem von den jungen Spielern überschätzt“ worden, glaubt Frank. Jetzt gelte es bei der TGL, gemeinsam den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen: „Grüppchenbildung und gegenseitige Schuldzuweisungen bringen überhaupt nichts. Jeder muss bei der Fehlersuche bei sich selbst anfangen“, so Frank, der im Übrigen betont, dass Trainer Milan Sedivec nach wie vor das volle Vertrauen von Verein und Mannschaft genießt: „Er leistet bei uns seit über zwei Jahren hervorragende Arbeit.“ Der Pilsener räumt zwar ein, dass in der laufenden Runde zum Pech auch die Unsicherheit gekommen und der Erfolgsdruck mittlerweile groß sei. Aber: „Wir haben alles selbst in der Hand! Zum ersten Nichtabstiegsplatz sind es nur zwei Punkte. Wir müssen den Kampf gegen den Abstieg annehmen und im Gegensatz zur letzten Woche eine kollektive Leistung zeigen. Wichtig ist der individuelle Einsatz von jedem Spieler“, sagt der Übungsleiter. Im Klartext: Den reaktivierten „alten Hasen“ Dominik Abeltshauser und Stefan Axthaler die ganze Bürde der Verantwortung auf die Schultern zu laden, geht gar nicht. Vielmehr ist nun jeder Einzelne gefordert, um den Bayernliga-Standort Landshut zu sichern.

 
TG Mipa Landshut: Elgeti, Sigl; Christ, Gretsch, Abeltshauser, Scheibengraber, Müller, Auernhammer, Axthaler, Obermayr, Pich, Ruckdäschel, Moritz. -fe-

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