Zum Jahreswechsel: Dank an unsere TGL-Mitglieder – sowie Wünsche und eine Forderung
Zum Jahreswechsel: Dank an unsere TGL-Mitglieder – sowie Wünsche und eine Forderung

Der 1. Vorsitzende der Turngemeinde Landshut, Harald Kienlein, richtet sich kurz vor Weihnachten und dem Jahreswechsel noch einmal an die Mitglieder der Turngemeinde Landshut in einem „offenen Brief“. Hier der Wortlaut:

 

Liebe Mitglieder der Turngemeinde, liebe Sportfreunde,

 

kurz vor der „staaden Zeit“ möchte ich mich nochmals mit einem offenen Brief zu Weihnachten und zum Jahreswechsel an Euch wenden.

 

Corona und die daraus resultierenden Verordnungen sorgen dafür, dass es bei der Turngemeinde derzeit leider wirklich sehr ruhig ist und auch noch lange ruhig bleibt. Seit November war unser Sportzentrum West im Teillockdown geschlossen und jetzt wechseln wir in den harten Lockdown, was beim Sportbetrieb der Turngemeinde aber nichts ändert: Das Sportzentrum West ist und bleibt komplett geschlossen. Halt, stimmt nicht ganz: Die bisher anscheinend Corona-resistenten Schüler, die gemäß Bayerischer Infektionsschutzmaßnahmenverordnung im Rahmen des Sportunterrichts noch bei uns Schulsport machen durften (hierfür wurde das SZ West geöffnet – das verstehe, wer will), dürfen nun auch nicht mehr sportlich aktiv sein.

 

Das Sportzentrum ist und bleibt zu. Was haben wir nicht alles gemacht, um den Sportbetrieb aufrechterhalten zu können: Eine neue Dokumenten-Verwaltungs-Software wurde installiert, um die zahllosen „Frage- und Dokumentationsbögen“ unserer Mitglieder geordnet bewältigen zu können (keine Angst, Eure erfassten Daten wurden mittlerweile wieder gelöscht!). Das Drehkreuz wurde umgebaut, um Euch das Ausfüllen der Anmeldezettel zu jeder Sportstunde zu ersparen. Klare Zu- und Abwegungen wurden definiert und gekennzeichnet. Benutzbare Dusch- und Kabinenbereiche wurden festgelegt. Stundenpläne mit Lüftungszeiten wurden angepasst. Literweise Desinfektionsmittel wurde bereitgestellt. Hygienepläne wurden erarbeitet und immer wieder angepasst. Sportstunden via Internet wurden angeboten (und auch gut angenommen, die laufen übrigens auch jetzt noch). Sogar ein Bayernliga-Handballspiel konnte mit 200 Zuschauern durchgeführt werden. Und siehe da, es hat anscheinend funktioniert! Wir hatten keinen einzigen Fall, wo Ordnungs- oder Gesundheitsamt auf unsere coronabedingt erfassten Daten zurückgreifen mussten.

 

Ein großer Dank daher an dieser Stelle an unsere sehr disziplinierten Mitglieder und an die Abteilungen und unsere Übungsleiter, die dies alles mit großem ehrenamtlichem Einsatz und Ihrem Enthusiasmus für ihren Sport erst möglich machten. Ein Dank auch an unsere fest angestellten Mitarbeiter, die wir aufgrund der Situation aber leider teilweise in Kurzarbeit schicken mussten. Ein Dank auch an die Stadt Landshut und die Vertreter aus den einzelnen Ämtern, die immer hilfsbereit und schnell zur Verfügung standen.

Doch der größte Dank an dieser Stelle geht an unsere Mitglieder, die uns auch in dieser schwierigen Zeit die Treue gehalten haben. Konnten wir noch mit 5.677 Mitgliedern ins neue Jahr 2020 gehen, so haben wir im Jahr 2020 „nur“ etwas weniger als 500 Personen verloren und stehen zum 31.12.2020 bei immer noch rund 5.200 Mitgliedern. Und das eben nicht aufgrund einer großen Kündigungswelle zum Jahresende. Wir haben jedes Jahr etwa 1.000 Personen, die sich abmelden und etwa genauso viele, die sich anmelden, eine für uns „normale“ Fluktuation, basierend auf Wohnortwechsel, Änderung sportlicher Interessen oder aus sonstigen privaten Gründen. In diesem Jahr haben sich rund 1.100 Personen abgemeldet, aber nur etwas mehr als 600 neue Mitglieder angemeldet. Logisch, wer meldet sich in einem Sportverein an, der geschlossen ist und in dem er keinen Sport treiben darf? Klares Fazit: Unsere Mitglieder wollen keine Mitgliedsbeiträge sparen, sie wollen einfach nur Sport machen. Ein riesengroßes Dankeschön dafür, bleiben Sie uns bitte weiter treu!

 

Aber wie geht es weiter? Nach drei Wochen hartem Lockdown sind die statistischen Zahlen hoffentlich so weit gesunken, dass man wieder Breitensport im Verein treiben darf – und dass unser Sportzentrum geöffnet werden darf.

 

Mein Wunsch, meine Bitte und auch meine Forderung: Dann bitte nicht wieder nur mit vier Sportlern und einem Trainer auf der Fläche eines Fußballplatzes, sondern so, wie wir aufgehört haben, mit unserem zehnten, sorgfältig erarbeiteten Hygienekonzept und der Öffnung der Sporthallen einschließlich Gerätturnhalle, wie bereits gehabt.

 

Hoffentlich können wir dann auch wieder Mitgliederversammlungen abhalten und Euch berichten, was mit Euren Beiträgen im Jahr 2020 geschehen ist, wie die Gerätturnhalle baulich und finanziell gelaufen ist und wie unser Haushalt 2020 und unser Ansatz für 2021 ausschaut. Wir wollen auch unsere langjährigen Mitglieder wieder persönlich ehren, wir wollen Euch berichten und Rechenschaft ablegen und Ihr dürft dann entscheiden, ob Ihr uns noch weiter als Vorstand wollt, denn nächstes Jahr stehen Neuwahlen an.

 

Und wir hoffen sehr, dass wir uns dann wieder im Vereinslokal treffen können und dass wir dann noch einen Vereinswirt haben werden, denn mit einem kompletten Einnahmenausfall über sechs Monate kann eigentlich niemand überleben. Wir kämpfen und unterstützen als Turngemeinde Landshut derzeit auch unseren Gerhard, den wir gerne weiter als Wirt hätten.

Ich verspreche Euch: Der ehrenamtliche Vorstand und alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle werden weiterhin in Eurem Sinne und damit im Sinne der Turngemeinde Landshut von 1861 e.V. verantwortungsvoll arbeiten und handeln.

Ich wünsche allen unseren Mitgliedern an dieser Stelle trotz der widrigen Umstände des Lockdowns eine besinnliche Weihnachtszeit, viel Gesundheit und einen guten Rutsch ins hoffentlich bessere neue Jahr 2021.

 

Mit sportlichen Grüßen

 

Harry Kienlein

1.Vorsitzender Turngemeinde Landshut v. 1861 e.V.

 

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